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Die Büttger Sappeure – ein erfahrener Ehrenzug

 

 

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Das 1906 aus einem Büttger Burenzug gegründete Büttger Sappeurcorps stellt in diesem Jahr bereits den fünften Schützenkönig in seiner 105- jährigen Vereinsgeschichte. Das die Sappeure genügend Erfahrung als Ehrenzug gesammelt haben, liegt u.a. an der Tatsache, das alleine in den letzten 15 Jahren dreimal der Bruderschaftskönig in Büttgen und zweimal in Driesch gestellt wurde. Dies ist in diesem Zeitraum keinem weiteren Schützenzug gelungen. Zuletzt wurde der Schützenkönig mit Dirk Schreinermacher im Jahre 2006 zum 100-jährigen Jubiläum gestellt. Da in den letzten Jahren auch genug Erfahrung  im Ausrichten der Blau Weißen Nacht gesammelt wurde, sind die mittlerweile 14 Aktiven Marschierer guter Dinge was ihre Aufgabe als Ehrenzug angeht. Verstärkung bekommen die Sappeure  von den Vorreitern, die ebenfalls als passive Mitglieder an allen Veranstaltungen des Zuges teilnehmen. Außer das die drei Schützenfest auf dem Pferd sitzen und vor den Sappeuren Reiten sind sie als aktive Mitglieder zu zählen.

 

Im Laufe der letzten 25 Jahre hat es einige personelle Wandlungen innerhalb des Corps gegeben. Mitte der achtziger Jahre sind viele Zugkameraden, die nach dem 2. Weltkrieg maßgeblich das Zugleben geprägt haben,  aus Altersgründen aus dem aktiven Zugleben ausgeschieden.  Deswegen kann man die Idee des ehemaligen Sappeur- Majors Martin Ackers ein Jung-Sappeurcorps zu gründen als Glücksfall bezeichnen. Mittlerweile sind viele der ehemaligen Jungsappeure feste Größen bei den Senioren. Ebenfalls haben sich aus den drei Jungsappeurzügen andere Schützenzügen gebildet und viele junge Männer haben dort Ihre Schützenheimat gefunden.

 

Fester Bestandteil des Jahresprogramms ist das Corpsschießen auf dem Driescher Schießstand  eine Woche nach Neusser Schützenfest.

 

Einen Traum  zu seinem 50 Geburtstag erfüllte sich in diesem Jahr  Marco Schmermbeck von der Fahnengruppe der Sappeure. Nach spannendem Wettstreit holte er den Rest des hölzernen Federviehs von der Stange und wurde zum ersten Male Corpskönig.  Die Zugkönigin ist zum dritten Male hintereinander Diana Egerer.

 

Außer bei der monatlichen Zugversammlung treffen sich die Sappeure mit Ihren Frauen im Jahresverlauf zu den verschiedensten Veranstaltungen. Karnevalspartys, Teilnahme am Rosenmontagszug, Erinnerungspartys und natürlich die Organisation und Ausrichtung der „Blau Weißen Nacht“ bilden einen wesentlichen Bestandteil des Zuglebens. Auch auf den diversen Bruderschaftsveranstaltungen sind die Sappeure immer zahlreich vertreten. Besonders erfolgreich beim Regimentsschießen, dass in den letzten drei Jahren zweimal gewonnen wurde.  Natürlich darf auch eine Weihnachtsfeier, im Kreise der Kinder, Ehrenmitglieder und passiven Mitglieder, bei Kaffee und Kuchen in der Pampusschule nicht fehlen. 

 

Auch das Arbeiten für die Bruderschaft bleibt nicht auf der Strecke. Die Zugmitglieder helfen mit starker Hand bei der Ausrichtung des jährlichen Seniorentages. Ebenso wird der Baldachin für die Festmesse auf dem Luisenplatz Schützenfestsamstag aufgebaut. Bei auswärtigen Veranstaltungen versuchen die Sappeure auch immer zahlreich anwesend zu sein. Die Driescher Schützen werden regelmäßig bei Ihrem Schützenfest unterstützt. Zweimal wurden Mitglieder des Sappeurcorps Bruderschaftskönig in Driesch - nämlich 1996 Hans Peter Kallen und in diesem Jahr Frank Kluth. So gibt es für die Sappeure in diesem Jahr beim Residenzaufbau und Schützenfest in Driesch schon einmal eine Generalprobe. Der ganze Verein freut sich  auf die bevorstehende Aufgaben um ihren König und Major Peter Ackers nach besten Gewissen zu unterstützen und das diesjährige Schützenjahr wieder zu einem weiteren Höhepunkt in der langen Vereinsgeschichte zu machen.

 

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Reihenfolge auf Foto von links nach rechts:

Marco Schmermbeck, Andreas Schneider, Dirk Löcher, Stefan Hentschel, Ernst Ungermann, Andreas Habenbacher, Thorsten Fahnenbruch, Peter Ackers, Ingo Thurow, Stefan Drenkelfuss, Michael Kotzot, Daniel Barufe, Andreas Knorr, Frank Quildies, Frank Kluth, Rene Viehöfer. Es fehlt Torsten Schildgen